Manchmal spür ich ganz genau, dass ich diejenige bin, die grad Hilfe braucht beim Kreuztragen…
Kein schönes Gefühl!
Und nur, weil ichs weiß, heißt das noch nicht, dass ich weiß, wie ich was abgeben könnte oder um Hilfe bitten.
Dann ist es unbezahlbar, Menschen um sich zu haben, die nicht fragen. Menschen, die einfach tun, was sie sehen und können. Vielleicht hilft es ja auch schon, mir Handschuhe zu geben, oder was zu trinken oder den Weg vor mir aufzuräumen, oder, oder, oder…
Nicht immer ist es etwas Großes das hilft und nicht immer kann ich wirklich was abgeben.
Aber manchmal hilft es schon, wenn ich seh, dass wer mit mir geht und tut was er kann. Dann ist das Kreuz zwar immer noch schwer, aber ich hab besseren Grip. Es ist anstrengend aber ich hab genug Energie. Meine Hände müssen arbeiten aber meine Füße haben festen Boden.
Hilfe kann sehr unterschiedlich ausschauen. Auch wenn ich mein Kreuz nicht halbieren kann.
Und dass ich Menschen hab, die das sehen und können ist ein großes Geschenk. Das anzunehmen ist dann auch gar nicht schwer!
Noch weniger, wenn ich es beim nächsten Mal zurückgeben darf!
